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Das „e“ hat beim Golf Tradition

Der e-Golf kommt nicht aus dem Nichts. In mehreren Generationen wurde der elektrische Golf kontinuierlich verbessert – bis zum alltagstauglichen Großserienmodell von heute.

Es gehört zu den Kuriositäten im AutoMuseum in Wolfsburg: Auf den ersten Blick sieht das Auto aus wie ein ganz gewöhnlicher Golf der ersten Generation. Die charakteristische Kanten-Karosserie von Italdesign Giugiaro, die freundlichen Kulleraugen-Scheinwerfer, das für heutige Verhältnisse bescheidene Erscheinungsbild – so kennt man ihn noch heute, den Volkswagen-Bestseller.

Die eigentliche Sensation befindet sich unter dem Blech. Dieser Golf ist ein Elektroauto. Sein Name: Golf I CityStromer. Der kompakte Volkswagen wurde 1976 in einem Forschungsprojekt mit einem 20 PS starken Gleichstrommotor und den dazugehörigen Akkus ausgerüstet.

Dieser erste elektrische Golf der Welt ist das einzige erhalten gebliebene Exemplar von den etwa 20 Elektro-Golf, die damals zu Testzwecken entstanden. So gesehen ein Prototyp von unschätzbarem Wert. Und das rollende Beweisstück für die Kontinuität, mit der Volkswagen seit Jahrzehnten daran arbeitet, den kompakten Bestseller mit nachhaltigem Antrieb auszustatten.



Der erste Elektro-Golf hatte 20 PS und war bis zu 80 km/h schnell. Die Bleiröhrchen-Akkus spendeten Energie für maximal 50 Kilometer.



Die Elektro-Kleinserie war 25 PS stark und schaffte maximal 100 km/h. Die Blei-Gel-Akkus hielten 56 Kilometer durch.

Der Golf I CityStromer hat jedoch nicht nur Messehallen und Präsentationsbühnen gesehen. Er wurde zum Fahren gebaut. Der Tacho des Museumsstücks steht bei 20.473 Kilometern. Zehn Jahre dauerte seine aktive Zeit als Forschungsträger, dann übernahm ihn das AutoMuseum.

Trotz der bescheidenen Leistung und einer Batteriekapazität von rund 13,4 kWh – etwas mehr als die Hälfte der Akkuleistung im neuen e-Golf – ist seine Reichweite überraschend hoch: 50 Kilometer bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Zum Vergleich: Der neue e-Golf fährt bis zu 140 km/h schnell und hat einen Aktionsradius von maximal 190 Kilometern.

Erst an den Stromspeichern sieht der Besucher im AutoMuseum, wie die Zeit vergangen ist: Damals wurden im Elektro-Golf der ersten Generation jede Menge Bleiakkus verbaut, die unter dem Kofferraumboden angebracht sind.

Im Motorraum fehlt der 75-PS-Benziner, doch das Getriebe wurde bei der Umrüstung auf Strom der Einfachheit halber belassen. Dadurch fährt der Golf I CityStromer auch als Elektroauto mit einer Viergang-Handschaltung. Der moderne e-Golf hat ein robustes Ein-Gang-Getriebe, so dass der Fahrer heute nicht mehr schalten muss.

Zum Laden musste auch der erste Elektro-Golf aller Zeiten an die Steckdose. Nach zwölf Stunden sind die Bleiakkus voll, dann kann er wieder mit voller Ladung auf die Straße. Beim modernen Golf von heute sind es acht Stunden – mit Gleichstrom-Schnellladung ist der Akku sogar binnen 30 Minuten zu 80% geladen. Davon konnte man 1976 nur träumen.



Das Experimentalfahrzeug nutzte Lithium-Ionen-Akkus mit 150 Kilometer Reichweite, die sich innerhalb von 3 Stunden aufladen lassen.

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2014: Golf VII e-Golf3
Der erste in Großserie produzierte e-Golf fährt bis zu 140 km/h schnell
und 190 Kilometer weit. Mit CCS-Gleichstromladung füllen sich
die Akkus in 30 Minuten zu 80 Prozent.